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Eine sehr beliebte Website zum Thema Englischlernen hat bereits vor vielen Jahren einen Artikel veröffentlicht mit dem Titel “Why we don’t like English classes”. In diesem Artikel beschreiben die Autoren das Phänomen “Englischkurs”. Der Artikel ist auf Englisch und hier ist eine Übersetzung des ersten Teils: Englischkurse sind die beliebeste Form des Englischlernens. Nobis Barry

Sie sind so erstaunlich beliebt, dass die meisten Menschen nicht einmal darüber nachdenken, wie sie eigentlich wirklich Englisch lernen können. Der Denkprozess dieser Menschen ist automaisiert: ‘Ich will Englisch lernen, also buche ich einen Englischkurs. Ich bezahle etwas Geld, besuche einen Englischkurs für ein paar Stunden pro Woche und nach einer Weile werde ich gutes Englisch sprechen.’

Die Autoren des Artikels beherrschen die englische Sprache mindestens so gut wie gebildetete Muttersprachler, obwohl Englisch eine zweite Sprache für sie ist.

Lesen Sie, was die beiden noch zum Thema Egnlischkurs zu sagen haben: Es ist sehr überraschend, dass die meisten Menschen glauben, in einem Englischkurs oder einer Sprachschule Englisch lernen zu können. Ein Englischkurs ist eine sehr schlechte Methode Englisch zu lernen.

Wir alle haben einen Großteil unseres Lebens in Englischklassen (in der Schule, im Gymnasium, in der Uni und schließlich auch in Sprachschulen). Wir alle wissen, zu welchem Ergebnis diese Englischkurse führen. Mit all dem, was wir wissen über Englischkurse und Sprachschulen, würde es uns sehr überraschen wenn wir auch nur eine Person kennenlernen würden, die sehr gutes Englisch in Englischkursen gelernt hat.

Falls bereits einen Englischkurs besucht haben, wissen Sie, dass Sie viele Stunden pro Woche damit verbringen und oftmals auch viel Geld dafür bezahlen. Was genau bekommen Sie für Ihre Zeit und Ihr Geld? Die folgenden Fakten charakterisieren einen Englischkurs:

  • Sie hören schlechtes Englisch. Die Ausprache, Intonation, Grammatik und der Wortschatz der anderen Schüler des Englischkurses (und manchmal auch des Lehrers) sind schlecht. Wenn Sie also ständig schlechtes Englisch hören, wird Ihr eigenes Englisch nicht besser werden.
  • Sie benutzen langweilige Bücher und andere künstliche Materialien. Fast alle Englischlehrer benutzen Lehrbücher oder Arbeitsblätter. Warum eigentlich? Natürlich um sich die Arbeit zu erleichtern. Die überwiegende Mehrheit dieser Materialien haben nur wenig mit der Realität von Muttersprachlern zu tun. Fragen Sie doch einfach Mal einen Muttersprachler außerhalb Ihres Englischkurses, was er von Ihren Büchern oder Arbeitsblättern hält. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass er diese Materialien als unnatürlich und langweilig einstuft.
  • Sie müssen sich Grammatikregeln erklären lassen. Schauen Sie sich einmal einige sogenannte Grammatikregeln an: “The present continuous tense is used for talking about developing and changing situations”. Wer kann das verstehen? Wer kann sich das merken? Wer kann das anwenden? Es ist wichtig zu wissen, dass es eigentlich keine “Grammatikregeln” gibt. Es gibt nur Muster und häufig wiederkehrende Wendungen. Niemand erstellt die Regeln der englischen Grammatik. Sprache lässt sich nicht in Regeln pressen. Wenn Sie versuchen, Grammatikregeln zu lernen, werden Sie immer frustriet scheitern. Erstens können Sie sich nie Hunderte von sogenannten Regeln einprägen. Zweitens haben Sie keine Zeit, sich an diese Regeln zu erinnern, wenn Sie sprechen wollen.
  • Sie machen Grammatikübungen. Nachdem der Lehrer Ihnen eine “Grammatikregel” erklärt hat, gibt er Ihnen gewöhnlich einige Übungen, um Ihr Verständnis der Regel zu testen. Das Problem mit diesen Übungen ist, dass Sie sie vor allem dann richtig lösen können, wenn Sie genügend Input bekommen. Das ist nicht der Fall im Englischunterricht.
  • Sie bekommen eine “Hausaufgabe”. Meistens besteht die Hausaufgabe darin, ein Arbeitsblatt auzufüllen oder einen Aufsatz zu schreiben. Jetzt sollen Sie auch in Ihrer Freizeit die gleichen Methoden anwenden, die schon im Englischkurs selbst nicht funktionieren. Keine gute Idee.
  • Sie lernen keine gute Aussprache in Englischkursen. Die meisten Englischlehrer (auch die hochqualifizierten Muttersprachler) ignorieren das Thema Aussprache fast völlig. Das hat vor allem damit zu tun, weil sie nicht genau wissen, was sie tun können, dass sich Ihre Aussprache tatsächlich verbessert. Einige Lehrer verbessern einige Ihrer Aussprachefehler. Allderings werden nur sehr wenige Lehrer Ihnen sagen, was genau Sie tun können, um diese Fehler auch in Zukunft zu vermeiden.

Wenn Sie eine bessere Alternative zu Englischkursen und Sprachschulen suchen, nutzen Sie diese Website: English For Winners

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3 thoughts on “<!–:en–>Wie genau funktionieren Englischkurse?<!–:–><!–:de–>Wie genau funktionieren Englischkurse?<!–:–><!–:ru–>Как именно работают курсы английского языка?<!–:–>

  1. Hallo Torsten,
    ein interessanter und teilweise sachlich richtiger Beitrag von Wettbewerbern, den ich sehr begrüße.

    Seit mittlerweile 27 Jahren gibt es jedoch aktive Sprachtrainings mit Muttersprachlern, die sich auch Englischkurs nennen, jedoch OHNE Buch oder andere schriftliche Materialien, bei denen jeder Teilnehmer Englisch ausschließlich über die Sprechpraxis trainiert. Und leider sind wir da nicht mehr die einzigen.
    Aber natürlich müssen Sie die Negativbeispiele abschreckend in den Vordergrund stellen.

    Der Markt ist mittlerweile riesig und vielfältig und es wirkt etwas naiv, diesen so darzustellen, als ob Deutschlands Sprachtrainings immer noch ausschließlich aus verstaubten Englischkursen bestehen, a la >please open your book<

    Das wissen viele Menschen, sie kennen die Alternativen und Powerleute besuchen traditionelle Englischkurse schon lange nicht mehr, weil sie diese, wie Sie richtig schreiben, als wenig effektiv einschätzen.

    Arbeiten wir gemeinsam an besseren Englischtrainings, ohne Theorie und ohne Buch.

    Viele Grüße,
    Harald Schneider

  2. Hallo Harald, vielen dass Sie sich die Zeit genommen haben, meinen Beitrag zu lesen und zu kommentieren. Ich denke, dass grundsätzlich jedes Model veraltet ist, indem es “Teilnehmer” gibt und sogennante “Sprachtrainings”. Sprache ist etwas allgegenwärtiges, etwas Alltägliches. Sprache ist Nahrung, die permanent aufnehmen und produzieren. Deshalb sind “Sprachtrainings” nicht mehr zeitgemäß. Wenn ein Training oder Coaching angeboten wird, dann sollte es sich ausschließlich darauf konzentrieren, wie man seine Gewohnheiten so verändern kann, damit man täglich im Unterbewusstsein Englisch lernt. Alles Andere ist lediglich eine Neuauflage eines überaltertenden Konzepts.

    Ich freue mich auf Ihre Vorschläge.

    Torsten Daerr

    • Hallo Torsten,
      das ist alles richtig, wa Sie schreiben. Aber es muss für Menschen, die die Sprache nicht unbedingt mögen und das Training ihr Leben lang aufgeschoben haben, praktikable Mehoden geben um TROTZDEM Englisch SPRECHEN zu trainieren (ich vermeide absichtlich das Wort lernen). Jeder Mensch tickt eben anders. Manche starten absichtlich mit verstaubten Methoden trotz besseren Wissens, andere trainieren und sprechen aktiv zum Beispiel bei uns, andere suchen jeden Tag den Kontakt mit Englisch sprechenden Menschen. Das aber kostet Zeit, den viele Berufstätige nicht mehr haben. Die Aktiven haben keine Zeit und die Passiven, die zeit hätten, sind nicht interessiert überhaupt Englisch sprechen zu können.
      Viele Grüsse, Harald.